Gar nichts geht mehr?

Heute ein kleines Status-Update, was ich gerade schreibe und wie es mir damit geht:

Nachdem der Liebesroman jetzt bald ins Lektorat geht, habe ich mich vor vier Wochen auf ein anderes Genre gestürzt. Schon lange spielte ich mit den Gedanken, eines Tages einen Krimi zu schreiben. Keinen harten Krimi, wo das Blut in alle Ecken spritzt. Sondern einen sanfteren, in dem eine Hobbydetektivin versucht, den Fall zu lösen. Cosy Crime, um es beim Namen zu nennen. Ein Genre, in dem der Fokus nicht nur auf dem Verbrechen liegt… in dem auch die Geschichte des Hobbyschnüfflers und seine Umgebung  in den Mittelpunkt rücken. Dass ich dann doch bereits vor 4 – 4 1/2 Wochen gestartet habe, hätte ich selbst nicht geglaubt..

Nach einer guten Anfangsphase, in der die ersten 30.000 Wörter schnell geschrieben und zahlreiche Pläne, wie Notizen, gemacht waren, kam eine Schreibblockade. Ich saß begeistert und bereit vor dem Schreibgerät. Mehr, als ein paar kleine Passagen, gab meine Kreativität jedoch nicht her.

Es kann natürlich an der steigenden Hitze hier gelegen haben oder dem übrigen Stress… einen Grund zu suchen, machte die Sache jedoch nicht leichter. Das Problem war ja nach wie vor da… kein gescheites Wort wollte aus meinem Kopf.

Ich habe jeden meiner eigenen Ratschläge gegen Schreibblockaden probiert. Kein einziger hat wirklich funktioniert…

Was sich jetzt als schlecht Werbung für mich selbst anhört, soll einfach nur zeigen, dass manchmal einfach gar nichts hilf. Wenn die Künstlerseele streikt, hilft nicht einmal ein leckeres Stück Kuchen, dass du ihr vor die Nase hältst – wie ein trotziges Kind, wehrt sie sich und will das Stück nicht annehmen.

Diesen Zustand habe ich akzeptiert. Die kleine, verletzliche Seele mit Gelassenheit und ein paar Leckerlis wieder hervorgelockt.

Eine Kleinigkeit gab es, die mir stets  ein wenig aufhalf: auf richtigem Papier zu schreiben. Die Ideen und nächsten Szenen dort festzuhalten. Die Tasten nicht anzugreifen und wenn meine Künstlerseele nicht wachsam genug war, kurz in die Tasten zu hauen. Ohne sie gleich wieder zu überfordern!

Auch Karteikarten zu beschriften, sie hin und her zu schieben, eine neue Reihenfolge für Szenen zu finden, hat meiner Kreativität Freude bereitet. Sie kurze Zeit wieder strahlen lassen.

Siehe nun, es läuft wieder! Ich habe mittlerweile sogar so gute Lösungen für Ungereimtheiten in meinem Manuskript, dass ich heute beinahe vor Glück, aus dem Sessel gesprungen wäre.

Vielleicht war der schnelle Wechsel von einem Genre zum anderen schuld. Womöglich lag es daran, dass es erst mein zweites Manuskript ist, das ich bearbeite. Am Ende liegt es wahrscheinlich einfach am Zusammenwirken verschiedener Umstände.

Auf jeden Fall: lass den Kopf nicht hängen, falls die diversen Tipps auf den Plattformen nicht gleich bei dir einschlagen! Auf keinen Fall aufgeben… vielleicht braucht deine Künstlerseele bloß eine kleine Pause.

Meine Tipps wenn gar nichts hilft, damit du zumindest entspannen kannst:

In die Badewanne, Füße hoch und ein Buch lesen. Alternativ einfach unter die Dusche (gerade in der warmen Jahreszeit) und den Rest am Sofa vollziehen.

Ohrenstöpsel rein, Laufschuhe an und eine Runde joggen.

Vor allem: Positiv denken. Du schreibst ein Buch, hey! Sei stolz auf dich!

Und für alle Fälle noch einmal der Link zu meinen Tipps gegen Schreibblockaden, die wirklich schon oft meine Rettung waren: Ich stecke fest – wie du wieder aus einer Schreibblockade herausfindest

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